Böden & Alte Reben

BÖDEN &
ALTE REBEN

Verwurzelte Visionen. Sie haben großen Respekt vor ihren Wurzeln und richten dennoch ihren Blick klar in die Zukunft. Marion und Manfred wissen um die einzigartige Vielfalt und den unschätzbaren Wert ihrer Böden und alten Rebstöcke.

Der Schatz der Bodenvielfalt

Der Boden ist immer die wichtigste Grundlage – um aufrecht stehen zu können, um verwurzelt zu sein, um wachsen zu können. Wie wir Menschen haben auch Böden ihren eigenen Charakter. Der  Bodencharakter kann sich – in den Weinen – nur in perfekter Kombination mit den passenden Rebstöcken zu seiner vollen Schönheit entfalten.

Die fünfzehn Hektar Rebfläche der Ebner-Ebenauers liegen kleinteilig weit verstreut in allen Himmelsrichtungen rund um Poysdorf. Früher war das die Strategie der Winzer, damit Hagelschäden, die meist auf ein kleines Gebiet beschränkt sind, keine existenzbedrohenden Auswirkungen haben. In der Gegenwart bergen diese verstreuten Weingärten für Marion und Manfred einen vielfältigen Bodenschatz, für den sie große Dankbarkeit empfinden: Dazu gehören natürlich der fruchtbare Weinviertler Lössboden, aber auch pure Sandlagen, karge Kalkböden, warme Schotterlagen und schwere, wasserreiche Lehmböden.

In dieser Bodenvielfalt hat bei den Ebner-Ebenauers jeder Rebstock seine passende Heimat gefunden, angepasst an Lage und Rebsorte – versteht sich. Und nur so ist es möglich, dass Marion und Manfred gleich sieben verschiedene Grüner Veltliner keltern – jeder mit seinem eigenständigen Charakter, den die beiden bereits gut kennen, auch in seiner Entwicklung. Wenn etwa ein Wein im Keller, also in der Pubertät, revoltiert. Oder träge ist. Oder einen Entwicklungsschub macht.

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Knorrige alte Reben

Das Alter hat seine unschätzbaren Vorteile – auch bei Rebstöcken. Daher sind ihre alten Reben der wertvollste Schatz von Marion und Manfred. In den Weingärten stehen sehr alte Weinstöcke, die ältesten sind 70 Jahre alt. Dieses Alter bringt Weisheit – wie bei einem reifen Menschen. Weisheit durch gewachsene Tiefe: Die Wurzeln graben sich bis zu zwanzig Meter tief in die Erde, wo sie an Mineralien herankommen, die jüngere Stöcke nicht erreichen. Und Weisheit durch Erfahrung: Die alten Rebstöcke bündeln ihre Kräfte besser, und sind in schwierigen Jahren nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen. Schließlich haben die Alten das schon alles erlebt – und gelernt.

Alte Reben sind aufwändiger in der Bearbeitung, wie auch ein alter Mensch bedürfen sie besonderer Pflege und Aufmerksamkeit. Vom sanften Rebschnitt über achtsame Laubarbeit bis hin zur Ernte: Durch ihre knorrigen Verwachsungen müssen sie teilweise auf den Knien abgeerntet werden. Hingebungsvoll und in perfektionierter Handarbeit kümmern sich Marion und Manfred um sie – und das macht sich bezahlt: Nur ein alter Rebstock kann die Vielschichtigkeit des Bodens derart widerspiegeln; nur ab einem gewissen Alter entstehen besonders komplexe, unnachahmliche Weine. Deshalb kommen Einzellagenweine bei den Ebner-Ebenauers nur von mindestens 30 Jahre alten Weinstöcken (wird am Etikett „Alte Reben“ angeführt von mindestens 50-jährigen Rebstöcken). Marion und Manfred lassen den Rebstöcken die Zeit, die sie brauchen, um in Ruhe Erfahrung und Weisheit zu sammeln.

„Jeder Rebstock erzählt eine Geschichte, die schönsten Geschichten erzählen die Alten Reben.“

Marion Ebner-Ebenauer

In Umstellung – BIO ist Pflicht

Marion und Manfreds ehrfurchtsvoller Respekt vor Böden und Pflanzen, Natur und altem Weinhandwerk verbietet selbstverständlich alles, was einen herben Eingriff bedeutet. Die Umstellung auf biologisch-organischen Weinbau empfinden sie daher als ihre Pflicht – nicht als Modeerscheinung, nicht als Marketinggag, sondern als natürliche Konsequenz eines achtsamen Umgangs mit der Natur und dem Leben.

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